Willi-Bleicher-Preis 2019

Journalismuspreis der IG Metall Baden-Württemberg

Die Preisträger für den Willi-Bleicher-Preis 2019 stehen fest: Ausgezeichnet werden fünf Beiträge aus der Arbeitswelt in den Kategorien Print/Online, Fernsehen, Hörfunk und Nachwuchs.

Die IG Metall Baden-Württemberg vergibt den Preis nunmehr zum achten Mal.

Industrie und Arbeitswelt stehen vor einem umfassenden Umbruch: Alternative Antriebe in der Autoindustrie und die zunehmende Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung in allen Branchen verändern die Arbeit von Millionen Beschäftigten.

Manche Aufgaben werden verschwinden, andere verändern sich, neue, zukunftsweisende Tätigkeiten kommen hinzu. Arbeit wird in solchen Zeiten des Wandels neu definiert und stellt Beschäftigte und Gewerkschaften vor große Herausforderungen.

Bild: Roman ZitzelsbergerRoman Zitzelsberger

Umso wichtiger ist eine Institution wie der Willi-Bleicher-Preis, der Entwicklungen der Arbeitswelt aufzeigt, analysiert und hinterfragt.

Die Preisträger 2019 beleuchten Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven: Aus der Sicht einer Jobvermittlerin, die Langzeitarbeitslosen zurück ins Erwerbsleben hilft, von Beschäftigten, die so viel arbeiten, dass sie davon krank werden und von Flüchtlingen, die gerne arbeiten würden, aber nicht dürfen. Außerdem schildern Beschäftigte, welchen Sinn Arbeit für sie hat und beschreiben ihren Alltag in Zeiten von Homeoffice und künstlicher Intelligenz.

Die IG Metall setzt sich für einen sozialen, ökologischen und demokratischen Wandel ein, der alle Beschäftigten mitnimmt.

Die prämierten Beiträge 2019 machen dabei einmal mehr klar, dass dies kein Selbstläufer ist und sich Unternehmen, Gewerkschaften und Beschäftigte gemeinsam anstrengen müssen, damit der Wandel zum Erfolg für alle wird.

Das beinhaltet eine umfassende Qualifizierung der Betroffenen ebenso wie die Ansiedelung von neuen, zukunftsträchtigen Technologien am Standort Deutschland.

Die Bewerbungen zum Willi-Bleicher-Preis 2019 – erneut in hoher Zahl und Qualität – geben einen tiefen Einblick, wie stark technologische Entwicklungen die Arbeit von morgen prägen. Und wie sich damit die Ansprüche der Beschäftigten an Arbeitszeiten und -bedingungen sowie die betriebliche Mitbestimmung verändern.

Dafür sage ich nicht nur der Preisträgerin und den Preisträgern, sondern allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der diesjährigen Ausschreibung herzlichen Dank!

Unser Journalistenpreis ist nach dem 1981 verstorbenen ehemaligen baden-württembergischen IG Metall-Bezirksleiter Willi Bleicher benannt, weil er sich Zeit seines Lebens für soziale Gerechtigkeit und Menschlichkeit in der Arbeitswelt eingesetzt hat.

Beides brauchen wir auch in unserer zukünftigen Arbeitswelt und in diesem Sinne wünsche ich mir weiterhin zahlreiche spannende und hintergründige Geschichten aus dem Arbeitsleben.

Den Preisträgern 2019 gratuliere ich zu Ihrem Erfolg und danke der Jury für Ihre Arbeit, namentlich Frank Brettschneider, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim, Ann-Kathrin Eckardt, Chefin vom Dienst im Gesellschaftsressort Süddeutsche Zeitung, Barbara Roth, Chefin vom Dienst Kultur/Politik beim Deutschlandfunk, und dem Schriftsteller Wolfgang Schorlau.

Cover: Broschüre Willi-Bleicher-Preis 2019Willi-Bleicher-Preis 2019
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Roman Zitzelsberger
Bezirksleiter
IG Metall Baden-Württemberg